Dahon III Classic für meinen Mini-Camper

Inzwischen war ich mit meinem Mini-Camper „Schneckchen“ schon unterwegs und es funktioniert alles, wie gewünscht. Nur eins störte mich. Wenn ich etwas länger irgendwo stand, war ich relativ unbeweglich. Mal eben Einkaufen oder eine kleine Besichtigung in der Umgebung war mit mehr oder weniger Lauferei verbunden. Wanderungen sind ja kein Problem, aber öde Pflastertreterei? Es musste also was geschehen!

Mein schönes Koga Myata Trekkingrad mitnehmen verwarf ich sehr schnell. Das Dach ist zu hoch und außerdem gibt es dort wegen meiner Thule-Box und dem Solar-Panel keinen Platz. In den Kasten passt es nur mit Gewürge und Abmontieren von Teilen. Abgesehen davon dürften Einbauten und Polster ziemlich sicher Schaden nehmen. Ein Fahrradträger auf der Anhängerkupplung war auch keine Option. Viel zu teuer, da ich noch gar keine AHK habe und so ein Träger auch richtig Geld kostet. Zudem möchte ich freien Zugang zum Kasten durch die Heckklappe haben. Ständiges Auf- und Abbauen ginge mir auf die Nerven und wegklappbare Träger sind auch nicht so meins.

Es musste also etwas werden, was ich problemlos, meint ohne irgendwelche Demontagearbeiten, Beschädigungen oder Verschmutzungen im Kasten transportieren kann. Mein Favorit war zunächst ein Klapp-Pedelec. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass es für meine Budgetvorstellung zwar sehr schöne Chinesische Modelle gibt, die aber allesamt nicht der StVZO entsprachen. Also vielleicht später. Ähnlich verhielt es sich mit E-Scootern.

Die nächste Überlegung war ein Klapprad. Ich stellte schnell fest, dass ein 20″ Rad aufgrund der quer eingebauten Frontkiste ein paar Zentimeter zu lang für den Ausbau in meinem Kurz-Caddy war. Ohne Frontkiste hätte es gepasst. Ein 16″ Rad würde jedoch passen. Bei der Herumstöberei im Netz kristallisierte sich dann schnell mein Favorit in dieser Kategorie heraus: Dahon! Die Räder dieses Herstellers entsprachen meinen Vorstellungen. Vor allem lassen sie sich relativ klein zusammenklappen und finden dann in einer Tasche selbst auf dem Beifahrersitz noch ihren Platz.

Ältere Dahon Räder bekommt man in ordentlichem Zustand so ab 150, meist jedoch ab 200 €. Ganz besonders hatten es mir die Vintage-Räder der Dahon III Classic-Reihe mit Sachs 3-Gangschaltung angetan. Und wie der Zufall es wollte, inserierte eines Tages jemand aus meinem Stadtteil in Lübeck ein Classic für 70 € bei Ebay-Kleinanzeigen! Hinfahren, Anschauen, Probefahrt, in den Kasten schieben, Klappe zu machen – alles passte – und kaufen. In meinen Augen ein Schnäppchen!

Das Rad war zwar reichlich verstaubt, mit kleinen Lackschäden und einigen Roststellen an verchromten Teilen, doch ansonsten war alles bestens in Ordnung. Es gab sogar eine Lichtanlage und auch die Bereifung war ok. Ich muss es nur ein wenig überarbeiten, ein paar Verschleissteile ersetzen und dann ist es wieder picobello.

Das Rad kann ich mit einem Handgriff in den Kasten verfrachten und ebenso flott wieder heraus holen. Zur Nachtzeit wird es irgendwo angeschlossen, oder es findet zusammengefaltet seinen Platz auf dem Beifahrersitz.


Ich denke, ich werde es genießen, jetzt bei längeren Standzeiten im Umkreis einiger Kilometer wieder erheblich mobiler zu sein.

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