by.Schulz G.1 Urban – Parallelogramm-Komfort fürn Ar…

Voll gefederte Fahrräder sind nicht so mein Ding. Wenns jedoch um Sitzkomfort geht, dann werde ich schwach. Lange war ich auf der Suche nach etwas geeignetem für meine Gewichtsklasse. Technisch scheinen mir derzeit nur mittels Parallelogramm gefederte Sattelstützen wirklich überzeugend. Die von Cane Creek sind toll, gibts aber nicht für meine Kiloklasse und die von Suntour wollen zudem noch alle 500 km zur Wartung ausgebaut werden.
Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf die by.Schulz G.1 Urban gestoßen. Und offenkundig ist die genau richtig für mich.Ich habe sie direkt in „extra hard“ (125 – 130 kg) bei by.Schulz bestellt. Der Start war allerdings etwas holperig. Ich hatte Fragen zu dem Teil, schrieb by.Schulz zweimal  an und bekam … mehrere Tage keine Antwort. Na gut, die Bestellung lief jedenfalls reibungslos. Inzwischen hatte man sich auch für die Verzögerung entschuldigt und nach drei Tagen lag das Teil nun vor mir.

Mein erster Eindruck: Ein schönes und wirklich super-sauber gearbeitetes Stück Federungstechnik! Die Neoprenschutzhülle fürs Parallelogramm gehört zum Lieferumfang und ist sicherlich ein sinnvoller Schutz gegen Verschmutzung und auch für kleine Kinderfinger. Die auf der Verpackung avisierte Gebrauchsanleitung war zwar nicht drin, doch herunterladen war kein Problem.

Unboxed! Erstklassige Verarbeitung, wie man sie sich wünscht! Das Austauschfederelement stammt übrigens von Rose
Die Neoprenhülle lässt sich ruck-zuck anbringen

Ein Austauschfederelement „hard“ (100 – 130 kg) bestellte ich bei bei Rose, da diese Teile im Shop von by.Schulz nicht angeboten werden. Eigenartig.

Die Stütze ist wirklich einfach und schnell montiert.  Das Video bei YouTube übertreibt da nicht. Auch der Austausch des Federelements lässt sich, wie dort gezeigt, einfach erledigen.

Meine erste Testfahrt mit der „extra hart“ Federung verliefen über 50 km auf allen möglichen Wegbeschaffenheiten äußerst vielversprechend.
Der Drahtesel reitet sich nun trotz den nur 3 cm Federweg merkbar komfortabler. Härtere Stöße werden spürbar abgefedert. Andererseits ist die Feder hart genug, das sie während des Fahrens auf einigermaßen ebenem Boden nicht eintaucht. Derartiges „Gehoppel“ mag ich nicht.
Die Mechanik weist kein spürbares Spiel auf. Daher wackelt der Sattel nicht hin und her, wie ich es von Kerzenfederungen kenne. Genau so ist es richtig und bin erst einmal sehr zufrieden.

Bei aller Zweckmäßigkeit ein Schmuckstück für mein Fahrrad. Im Betrieb ist die Neoprenhülle jedoch montiert – die wird ja nicht ohne Grund mitgeliefert

Gewichtsmäßig bringt das gute Stück natürlich etwas mehr als meine Patentstütze auf die Räder. Ich denke aber, die geringfügig größere statische Belastung des Rades wird durch das Abfedern dynamischer Belastungsspitzen mehr als nur ausgeglichen. Natürlich muss ich das bischen Mehrgewicht immer noch den Berg hochackern …

Ob dieser positive erste Eindruck  dauerhaft Bestand hat, werde ich nach der großen Frankreichtour dieses Jahr wissen. Ich bin jedoch optimistisch.

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