Eine neue Therm-A-Rest „Neo Air All Season“

Meine alte Therm-A-Rest (TAR) „Neo Air All Season“ hatte bereits diverse Jahre und viele Nächte auf dem Buckel, als sie auf einem Campingplatz bei Nantes zu delaminieren begann. Schade eigentlich, denn ich war wirklich zufrieden mit ihr. Aber sie hatte ihren Dienst reichlich getan und nach so vielen Einsätzen konnte ich eigentlich auch nicht meckern. Ich wollte daher nicht die lebenslange Garantie des Herstellers in Anspruch zu nehmen. Doch die Schwäbin Claudia meinte nur lapidar: „Lebenslange Garantie ist lebenslange Garantie!“ Also nahm ich selbige nach unserer Rückkehr in Anspruch.

Ich ging zu unserem örtlichen Outdoor-Shop und bat dort, die Reklamation mit TAR abzuwickeln. Die verlangten 10 € Bearbeitungsgebühr sah ich als angemessen an und würde sie bei Abholung bezahlen.

Vier Wochen später erhielt ich eine E-Mail, dass die Ersatzmatte da sei. Im Laden dann die Überraschung: Ich erhielt eine nagelneue Neo Air All Season allerneuester Fertigung, d.h. mit der neuen „lightning-fast inflation“. Und Bearbeitungsgebühren sollte ich trotz Nachfrage auch nicht zahlen.

Unboxing

Zuhause also die neue Matte ausgepackt. Sie war heller als meine alte, eher lindgrün. Mit enthalten waren auch ein leichter Packbeutel und Reparaturzeug. Man hat sich wohl inzwischen von dem alten Beutel verabschiedet. Der war nicht nur unnötig schwer, als Aufblashilfe funktionierte er auch einfach nicht, obwohl dafür beworben.
Neben dem normalen Ventil fand sich am Kopfende nun eine Art Rollverschluss. Das sollte die neue und sehr schnelle Aufblasmöglichkeit sein. Gemäß ebenfalls beigepackter Anleitung bläst man nur mehrfach kräftig hinein, um die Matte zu füllen. Im Schlauch des Rollverschlusses sitzt ein zweiter Schlauch aus glattem Kunststoff, der dabei als eine Art Rückschlagventil funktionieren soll. Wenn genug Luft drin ist wird der Schlauch flach zusammengelegt, einmal gewickelt, der Verschluss noch einmal sorgsam glatt gestrichen, dann komplett aufgewickelt und wie üblich mittels Schnalle verschlossen.
Ich bin mal gespannt, ob das beim Einsatz draußen  denn wirklich reibungslos funktioniert und die Matte auch mit dem riesigen Schlauchventil sicher die Luft hält.

Test

Aber zunächst mal der Test unter „Laborbedingungen“. Ich blies ich die Matte ein paar mal auf und entlüftete sie wieder. Das soll dank o.a. Neuerung ebenfalls sehr schnell gehen. Dann ließ ich die aufgeblasene Matte einfach ein paar Tage stehen um zu sehen, wie sie unbelastet die Luft hält.
Der erste Praxistest soll dann bei Claudia erfolgen, wenn ich mal wieder in ihrem Garten Zelte. Ich werde diesen Bericht dann ergänzen.

Aufblasen
Das Aufblasen funktionierte zu meinem Erstaunen recht gut. Ich blies einige Male gem. Anleitung hinein und die Matte füllte sich erkennbar und erstaunlich schnell. Da meine Matten zum Schlafen noch leicht wabbelig sind bekam ich sie für meine Bedürfnisse komplett derart aufgeblasen. Wer es gerne härter mag, der kann das nach dem Verschließen des großen Ventils über das das kleine wie bisher erledigen.

Verschließen
Das Verschließen geht so problemlos wie bei einem Rollpacksack. Wichtig scheint mir für hinreichende Dichtigkeit zu sein, dass der Schlauch flach gestrichen wird, wie in der Anleitung gezeigt. Auch das glatte Innenteil sollte wohl immer bestmöglich frei von Sand, Ästchen oder dergleichen gehalten werden.

Die Matte verschlossen

Entlüften
Das Entlüften funktionierte tadellos. Wie üblich rollte ich die Matte einmal auf, um die meiste Luft heraus zu drücken. Dabei poppte der Innenschlauch heraus. Den steckte ich zurück und öffnete das kleine Ventil.
Dann legte ich die Matte längs auf ein Drittel zusammen und rollte sie auf. Das funktionierte bis ich zum Schlauch kam. In dem hielt sich hartnäckig Luft. Eine Hand hinein gesteckt, die Luft heraus gedrückt und dann funktionierte es.

Wenn man die Luft aus der Matte drückt flutscht das Ventil raus

Dichtigkeit
Für einen ersten Dichtigkeitstest blies ich die Matte stramm auf und ließ sie einfach drei Tage unbelastet liegen. Ergebnis: Der Aufblasdruck der Matte variierte ein wenig entsprechend der Lufttemperatur. Einen erkennbaren Luftverlust, den ich zunächst auf das Schlauchventil zurück geführt hätte, konnte ich allerdings nicht feststellen.

Luftdruck nach drei Tagen

Testeindruck

Das große Schlauchventil scheint gut zu funktionieren. Das Aufblasen funktionierte erstaunlich gut und ein Druckverlust war auch über einen längeren Zeitraum nicht feststellbar. Es bleibt abzuwarten, wie sich das bei belasteter Matte im praktischen Einsatz darstellt.

Erster Praxistest

Der wird Ende September abgeschlossen sein und der Bericht dann um das Ergebnis ergänzt.

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