Locus Map – POI anlegen, importieren, managen, exportieren

POI (Points of Interest) sind eine feine Sache. Tippt man sie in der elektronischen Landkarte an, erscheinen Infos zu diesem Ort. Diese Funktion habe ich schon für das Anzeigen Campingplätzen genutzt. Doch wie bekommt man diese POI in Locus hinein und wie auch wieder hinaus, um sie z.B. weiter zu geben oder zu archivieren? Davon handelt dieser kleine Workshop.

Ich gehe davon aus, dass Locus inzwischen vergleichbar konfiguriert ist, wie in meinem entsprechenden Artikel beschrieben. In der rechten Seitenleiste sind also die Funktionen „Neuer Punkt“ und „Daten“ (für die allgemeine Verwaltung von POI und Tracks) installiert.

Eingeben eines neuen POI

Szenario: Ich wandere auf der Via Baltica und möchte dort interessant Punkte als POI speichern.
Zunächst ist es einmal sinnvoll, für dieses Projekt einen Ordner anzulegen, in dem ich diese POI ablege. Ich tippe in der rechten Seitenleiste auf „Daten“ und das Fenster „Daten“ erscheint. Von den zwei Reitern oben wähle ich „Punkte“. Mit dem „+„-Symbol erscheint ein Auswahlmenu aus dem ich „Ordner“ auswähle. Der entsprechende Dialog erscheint. Unter „Symbol & Titel“ gebe ich den Ordnernamen ein und für eine leichtere Erkennbarkeit wechsle ich ggf. auch das Symbol (hier blaues „i“). Nach tippen auf „Hinzufügen“ erscheint der neue Ordner in „Daten“. Fertig.

Auch eine weitere Voreinstellung ist wichtig: Welcher Wert soll als POI gespeichert werden? Die aktuelle GPS-Position oder die Position unter dem Cursor (Kartenmitte)? Auch das sollte vor der Eingabe von POI unter „Punkte und Tracks“ eingestellt sein. Ich wähle Kartenmitte, da für mich variabler.

Einrichtung der Positionsquelle für POI

Auf meiner Wanderung bin ich jetzt beim Kloster Nütschau angekommen und möchte dafür einen POI anlegen. Ich tippe in der rechten Seitenleiste auf „Neuer Punkt“ und der Bearbeiten-Dialog erscheint. Hier wähle ich zunächst den Ordner „POI Baltica“ aus. Dann folgt die Eingabe eines Titels, ggf. noch die Auswahl des passenden Symbols entsprechend dem vom Ordner und eine kurze Beschreibung. Dann erfolgt noch die Festlegung des Standortes. Drauf getippt und die Kordinaten erscheinen entsprechend der Voreinstellung. Auf „Speichern“ getippt und das Kartenfenster erscheint wieder. Dort habe ich gleich die Kontrolle, ob alles richtig ist. Wenn ich jetzt auf den POI tippe, poppen die entsprechenden Infos dazu auf. Liegt das Symbol unter dem Cursor poppt automatisch eine Kurzinformation auf.
Auf diese Weise kann ich unterwegs schnell und einfach POI dokumentieren.

Es ist ratsam, die POI eines Themenbereichs oder Projektes jeweils in einem Ordner abzulegen, z.B. für einen Pilgerweg oder eine Stadt. Das erleichtert das spätere Mangement z.B. beim Löschen oder Exportieren.
Eine besondere Form POI kann bei der Trackaufzeichnung aufgenommen werden. Dort sind auch Foto-, Audio- und Video-POI sind möglich. Dies sei hier nur erwähnt.

Importieren von POI

Soweit zum selbst Anlegen von POI. Man kann aber auch auf POI anderer zurück greifen, z.B. für Campingplätze oder Pilgerherbergen. Diese liegen als GPX-Dateien vor und müssen in Locus importiert werden. Üblicherweise liegen sie in irgendeinem Ordner auf dem Phone oder auch in der Cloud.

Ich habe z.B. auf Google-Drive eine Datei für Herbergen auf der Via Baltica mit meinem Datei-Manager ausgewählt. Ich tippe darauf und im folgenden Dialog wähle ich „Mit Locus öffnen“. Der „Importieren“-Dialog erscheint. Ich suche mir wieder den passenden Ordner aus (den ich vorher bereits angelegt habe), tippe auf „Importieren“ und schon erscheinen die Symbole für die Herbergen auf der Karte.

Eine zweite Möglichkeit für den Import funktioniert aus dem Fenster „Daten“ heraus. Hier finde ich unter „Punkte“ auch den Ordner Herbergen oder kann ihn mit „+“ anlegen. Tippe ich beim gewünschten Ordner rechts auf die drei Punkte erscheint ein Auswahlmenu, in dem ich „Importieren“ wähle. Dort könnte ich dann mit dem Locus eigenen Dateimanager die gewünschte Datei aussuchen und importieren.

Management von POI in Locus

Es gibt eine Reihe Dinge, die man mit den nun gespeicherten POI machen kann. All diese Aktionen gehen im Prinzip vom Fenster „Daten“ aus.
Ich tippe also wieder auf die entsprechende Funktion in der rechten Seitenleiste des Kartenfensters und sehe dann das „Daten“-Fenster mit seinen Ordnern vor mir. Ich tippe auf z.B. auf den Ordner „Herbergen“ und sehe alle dort gespeicherten POI.
Gemäß der oberen Leiste sind es bei mir 48 POI von denen 48 sichtbar sind (48/48). Ich möchte aber die von Rulle bis zur Cantate Kirche nicht sehen und tippe bei denen auf die blaue Augen-Symbole rechts. Diese Symbole werden weiß und in der oberen Leiste wird angezeigt, dass nur noch 44 der 48 POI sichtbar sind (44/48). Nur diese erscheinen in der Karte.
Tippe ich auf einen POI erscheint das Bearbeitungsfenster für diesen POI und ich kann ihn editieren.
Zurück zum Ordnerinhalt. In der unteren Leiste kann ich einen neuen POI hinzufügen und die Sichtbarkeit verändern, „Alles ausblenden“, „Alle anzeigen“ oder „Umkehren“. Dann gibt es eine Sortierfunktion nach diversen Kriterien. Mit dem Schraubenschlüssel kommt man in eine zweite Oberfläche. Hier erkennt man die Bedeutung der Sichtbarkeit. In dieser Oberfläche erscheinen jetzt die sichtbaren POI mit Häkchen. Daneben kann man hier zusätzliche POI markieren. In der oberen Leiste steht in dieser Oberfläche jetzt die Sortierfunktion zur Verfügung. In der unteren Leiste befinden sich Funktionen für Kopieren, Verschieben, Exportieren und Löschen. Gelöscht werden die markierten POI. Beim Pfeil nach oben lassen sich die Icons ändern und wenn man auf das Kreuz tippt, befindet man sich wieder in der ersten Oberfläche.
Geht man wieder ins Daten-Fenster, stehen für jeden Ordner unter den drei Punkten rechts noch einige Funktionen zur Verfügung. Editieren der Ordnereinstellungen, Export, Import, Löschen. Wichtig ist, es werden immer nur die sichtbaren POI exportiert oder gelöscht!

Exportieren von POI

Wenn ich z.B. eine POI-Sammlung irgendwo archivieren oder an andere weitergeben möchte, dann nutze ich die Funktion „Export“. Die erreiche ich wieder im Fenster „Daten“. Will ich meine POI für die Herbergen exportieren, dann tippe ich wieder auf die Pünktchen z.B. rechts neben dem Ordner Herbergen und wähle „Export“. Das Fenster „Daten exportieren“ erscheint. Standardmäßig exportiert Locus in den Ordner Locus > Export auf dem Gerätespeicher. Ich kann aber auch einen anderen Speicherort wählen.
Bei den Parametern sollte normalerweise das Teilen der exportierten Daten ausgeschaltet sein.
Interessant ist die Funktion „Nur Sichtbares exportieren“. Ich sie ausgeschaltet, wird der gesamte Ordnerinhalt als GPX exportiert. Ist sie angeschaltet, werden nur die Punkte exportiert, die im Ordner auf sichtbar gesetzt sind, also auch in der Karte erscheinen. Wenn ich jetzt auf „Export“ tippe erscheint eine kurze Mitteilung was und wohin es exportiert wurde und wenn ich auf „Schließen“ tippe bin ich wieder im „Daten“-Fenster. Im Hauptspeicher des Gerätes finde ich nun mit meinem Datei-Manager die Datei „Herbergen.gpx“, die ich nun nach Belieben weiter verwenden kann.

Eine Antwort auf „Locus Map – POI anlegen, importieren, managen, exportieren“

  1. servus hartmut,
    wieder sehr gut beschrieben. ein hinweis: wenn pois oder trachs aus owncloud importiert werden sollen, reicht in der cloud-app ein doppelklick auf das gewünschte file. locus-maps startet und fragt, wo die punkte/tracks gespeichert werden sollen.
    <3lich ralph

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