#4 Caddy III Ausbau – Möbel-Rohbauten vor Einbau der Standheizung

Das erste „Einbaumöbel“, mit dem ich die Einrichtung der Caddy-Cave begann, war zu meiner Überraschung die „Frontkiste“. Gefühlsmäßig hatte ich eigentlich mit der „Sitzkiste“ beginnen wollen. Doch für die Standheizung brauchte ich eine Bordbatterie und diese sollte wiederum ihren sicheren Platz in der Frontkiste finden. Auch fast alle anderen Teile der Elektrik und Elektronik sollen später hier untergebracht werden.
Also begann ich mit der Frontkiste. Es folgten Sitzkiste und die Küchenblöcke I und II. Und dies auch nicht so scharf abgegrenzt eins nach dem anderen, denn ich stellte schnell fest, dass all diese Dinge mehr oder weniger ineinander greifen, Abhängigkeiten besitzen. So konnte z.B. der Klappdeckel an der Sitzkiste erst passgenau zugeschnitten und montiert werden, als auch die Küchenblöcke zumindest im Rohbau montiert werden konnten

Und dann kam noch hinzu, dass der Einbauort für meine Standheizung Nordhorn sein sollte, vier Stunden Autofahrt entfernt. Alle Werkstätten in der Nähe Lübecks erklärten sich nur für einen 08/15-Einbau in VW T5 oder T6 in der Lage. Nach Nordhorn musste ich am Tag vorher anreisen. Welch gute Gelegenheit, wenn auch nur provisorisch, die erste Nacht im Mini-Camper zu schlafen!
Ich baute also die Möbel bis zu einem gewissen Grad fertig, wollte dann die Standheizung einbauen lassen und machte mich dann an die restlichen Arbeiten. Das Ganze war insgesamt recht zeitaufwändig und immer wieder musste ich meine Planungen den Gegebenheiten anpassen.

Frontkiste

Die Frontkiste konnte ich schon gleich recht weitgehend fertig stellen. Nur der Klappdeckel und die Klappe an der Schmalseite mussten wegen der erforderlichen, bereits angesprochenen, präzisen Anpassung an die anderen Möbel noch etwas warten, bis auch diese soweit zumindest im Rohbau fertig gestellt waren.
Der Aufbau aller Einbaumöbel ist prinzipiell simpel: Ein Rahmengerüst aus Hobellatten wird mit Sperrholzplatten verkleidet und so zugleich versteift. Oben werden sie mit einem Klappdeckel oder einer Arbeitsplatte verschlossen. Die Verkleidung besteht grundsätzlich aus 10 mm Pappelsperrholz, nur später sichtbare Teile wurden aus deutlich teurerem Kiefernsperrholz gefertigt.
Alle Möbel konnte ich mittels der Airlineschienen im Kasten fest mit der Karosserie verbinden und somit sehr sicher verankern.
In der Frontkiste ist der rechte Bereich für Elektrik/Elektronik vorgesehen, der linke Bereich hauptsächlich als Stauraum. Dazwischen erfolgen abgetrennt 230 V Installationen.
Besonders wichtig war mir wegen der Abwärme der Elektonik eine gute Belüftung. Deshalb sägte ich mit der Lochsäge diverse Lüftungsöffnungen in nicht sichtbare Bereiche.
Die Batterie baute ich herausnehmbar aber fest in einem soliden Rahmen ein. Auf kleinem Raum konzentrierte rund 13 kg Masse könnten sonst im Fall der Fälle zu einem nicht zu unterschätzenden Geschoss werden.
Ich hatte mir mir einige Zeit überlegt, wie ich den Einbau der Bedien- und Informationsteile wie Sicherungsblock, Laderegler, Hauptschalter usw. gestalte. Sie sollten einerseits von außen problemlos zugänglich und einsehbar sein, andererseits jedoch nicht ständig. Die Lösung: Ich versteckte sie hinter einer Klappe an der Schmalseite und ließ nur den Hauptschalter ständig sichtbar. Über den Einbau der Elektrik und Elektronik berichte ich später gesondert.
Zum Schutz gegen unschöne Verschmutzungen durch Schuhe beklebte ich die Frontseite der Kiste mit PVC. Die Stoßkanten deckt ich mit Aluprofilen ab. Das machte ich später auch bei den anderen Möbeln für alle Bereiche, die im Sichtfeld unterhalb der Schlaffläche liegen.
Die Sperrholzplatten ließ ich mir im Baumarkt, soweit möglich, sauber und präzise zurecht sägen.

Eine detaillierte Beschreibung des Baus der Möbel mache ich hier nicht. Ich denke, die vielen Fotos zeigen genug und letztlich hat jeder so seine Vorstellungen, wie er es machen möchte. Nach Fertigstellung der Einbauten werde ich allerdings noch etwas zu den Maßen sagen.

Sitzkiste

Der Bau der Sitzkiste verlief vergleichbar. Die einzige Schwierigkeit bestand darin, den Wandabschluss auf Kontour zu schneiden. Das erledigte ich dann wieder mittels einer Pappschablone.
Auch hier konnte ich den Klappdeckel erst montieren, als die „Gegenlager“ am Küchenblock zur Verfügung standen. Wichtig ist auch hier, wie bei der Frontkiste, dass die Scharniere aus Klavierband beidseitig aufsoliden Längsstreben o.ä. aufliegen. Wenn nicht, könnten sie bei Belastung ausreißen! Die Scharniere schraubte ich mit 16 mm Spax Senkkopf an. Durch ihr gröberes Gewinde halte sie deutlich besser als z.B. 10 mm Spax. Die durchstehenden Spitzen flexte ich dann mittels Minitrennscheibe (Dremel SpeedClick) ab.
Nach dem Einbau der Standheizung würde ich Warmluftschalldämpfer und Ausströmer montieren und an der hinteren Schmalseite eine arretierbare Klappe, die zugleich eine kleine Arbeitsplatte der Außenküche sein soll.

Küchenblock I

Die beiden Küchenblöcke befinden sich auf der linken Seite und sind durchgehend – allerdings nicht in der Höhe. Block I ist der vordere hinter dem Fahrersitz, Block II folgt dahinter.
Der erste Block dient hauptsächlich der Aufnahme der Kühlbox, des Notrads und weiterer Kleinigkeiten. Seine Höhe liegt auf Frontkistenniveau. Er ist fest mittels lösbarer Schraubbolzen mit der Frontkiste und dem Block II verbunden. Zunächst stellte ich nur Rahmen und Wände her um das kurze Stück Auflage für den Klappdeckel der Frontkiste verfügbar zu haben. Später sollte alles mit einer 20 mm Arbeitsplatte aus Buche abgedeckt werden, die natürlich entsprechende Ausschnitte für Kühlbox und Notrad bekommen würde.

Küchenblock II

Das ist eindeutig das komplexeste Bauteil unter den Möbeln, denn hier sollten Kocher, Spüle, Wasserversorgung, Schubladen und Türen eingebaut werden. Ich baute dieses Teil zunächst soweit fertig, dass die Auflage für den Klappdeckel der Sitzkiste vorhanden war und dieser dieser montiert werden konnte. Damit stand dann die Schlaffläche zur Verfügung und Nordhorn konnte kommen.
Blocks II ist deutlich höher als die anderen Einbauten, damit man gut an ihm arbeiten kann. Bei ihm kam es vor allem auf zwei Dinge an: Den präzise Einbau des Kochers und der Spüle mit der Wasserversorgung. Ansonsten lief der Bau wie bei den anderen Möbeln ab. Und auch dieser Block wird später mit einer Arbeitsplatte aus Buche abgedeckt. Wie bei Rene sehe ich unter dem Kocher eine Schublade vor und darunter eine Klappe zum „Topfschrank“. Vor der Spüle wird auch bei mir eine klappbare und arretierbare Arbeitsplatte angebracht.
Eine Besonderheit wird die hintere Schmalseite sein. Hier werde ich ebenfalls ein Klappe anbringen. Sie dient einerseits dem leichten Zugang zu den Kanistern und aufgeklappt als Standfläche für den Kocher, wenn ich die Außenküche betreibe. Wie ich es aber genau mache wiß ich noch nicht.
Aber erst einmal erfolgte nur der „Rohbau“.

Soweit, so gut. Nach dem Einbau der Standheizung werde ich in aller Ruhe die Möbel weitgehend fertig stellen und natürlich auch darüber berichten >>>

Haftungsausschluss

Und auch noch ein Wort zu einem anderen Thema. Ich berichte hier über den Ausbau meines Caddys zum Mini-Camper. Die Berichte wurden mit großer Sorgfalt abgefasst. Trotzdem sind Fehler nicht vermeidbar.
Wer also meine Berichte dazu nutzen will, selbst so ein Projekt durchzuführen, tut dies vollkommen auf eigene Gefahr und in dem Wissen, das sie Fehler enthalten können.
Ich hafte für keinerlei Schäden, die daraus entstehen könnten. Weder für Personen, Sach- oder Vermögensschäden beim Nutzer meiner Berichte oder bei Dritten.
Dies gilt auch für Verlinkungen zu fremden Inhalten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.