CEE-Anschluss für Landstrom

Zum Aufladen meiner Bordbatterie nutze ich derzeit zwei Stromquellen: Mein Solarpanel und Landstrom. Auf die Integration der Lichtmaschine verzichte ich bis auf weiteres noch. Ich möchte ausloten, ob die beiden anderen Stromquellen auf Dauer bei meinem Nutzungssprofil nicht schon ausreichend sind. Für den Anschluss von Landstrom benötigte ich eine CEE-Anschlusssteckdose. Wie ich das für meine Bedürfnisse umgesetzt habe, darüber handelt dieser kleine Bericht.

Derzeit sind meist zwei Möglichkeiten für eine Steckerverbindung zum Landstrom allgemein gebräuchlich.
Die erste ist der Einbau einer Anschlusssteckdose in einen geeigneten Bereich der Karosserie. Das hat zwei Nachteile. Der große: Ins Blech muss ein großes Loch geschnitten werden (plus vier Bohrlöcher für die Montageschrauben). Der etwas kleinere: Anhand der auffälligen Schutzklappe ist das Fahrzeug leichter als Camper einzuordnen. Selbst wenn es ansonsten unauffällig ist, es verliert spürbar an „Stealtheigenschaften“.
Bei der zweiten Methode wird ein spezielle, verschließbare Anschlussdose für die Wandmontage (auch „Wandstecker“ genannt) z.B. im Bereich der hinteren Stoßstange unter den Wagenboden geschraubt. Diese Montage ist recht unauffällig. Meist wird wohl vermutet, dass es sich um ein Teil der Anhängerkupplung handelt. Bis auf einen Kabeldurchlass im Wagenboden bleibt die Karosserie dabei unbeschädigt.


Die letzte Einbaumethode gefiel mir deutlich besser. Aber bei mir stellte sich noch keine rechte Begeisterung ein. Und endlich tat ich das, was ich eigentlich zu Beginn hätte tun sollen. Ich fragte mich, welche 230V-Geräte ich denn eigentlich mit dem Landstrom betreiben möchte. Und siehe da, letztlich war es nur das Ladegerät für die Bordbatterie, sonst nichts! Ein Betrieb von Geräten im vollkommen geschlossenen Wagenkasten – z.B. für eine E-Heizung – würde es absehbar nicht geben.

Ich dachte also um. Muss eine Anschlussdose zwingend in oder an die Karosserie gebaut werden und bei geschlossener Karosserie von außen erreichbar sein? Warum nicht z.B. am Heck in einen der Einbauten?
Der Anschluss könnte bei geöffneter oder mit Aussteller verschlossener Heckklappe möglich sein, ohne das Kabel zu quetschen. In letzterem Fall wäre die Steckerverbindung sogar noch gut vor der Witterung geschützt und auch ein gewisser Diebstahlschutz gegeben.
Am Fahrzeug wären keinerlei Veränderungen erforderlich. Normalerweise würde ich das Fahrzeug sowieso nur bei Bedarf zum Laden der Batterie an das Landstromnetz anschließen. Für diese Option entschied ich mich letztlich.

Der bei meinem Ausbau geeignetste Platz für den Einbau der Anschlussdose ist das linke Seitenfach. Ich musste einfach nur die Dose an das dort bereits verlegte Kabel anschließen (natürlich schön mit Endhülsen versehen) und sie dann auf dem Fach festschrauben. Zufällig passte alles bereits perfekt. Testen, schon fertig!

Bei der zweiten Methode hätte ich einen geeigneten CEE-Wandstecker mit Montageflaschen verwendet. Der beste Montageort wäre bei meinem Caddy III m.E. der vorbereitete Platz für die Montage einer Anhängerkupplung. Hier befinden sich sogar bereits zwei Gewinde. Einen passenden Adapter aus Metall anfertigen, darauf den Stecker montieren, Kabel anschließen und alles anschrauben.

Wichtig: Für die 230V-Montage im Fahrzeug darf nur dafür zugelassenes, mit Gummi ummanteltes Kabel mit 2,5 mm² Leiterquerschnitt verwendet werden. Potentielle Scheuerstellen müssen sorgfältig entschärft werden!

Dieser Bericht soll keine Einbauanleitung sein sondern lediglich die Möglichkeiten aufzeigen. Die Vorarbeiten kann jeder mit etwas Geschick durchführen. Elektroarbeiten jedoch, insbesondere am 230V-Netz, sollten immer von Fachpersonal durchgeführt werden! Wer sie trotzdem durchführt, tut dieses auf eigene Gefahr. Ich hafte nicht für dabei auftretende Schäden.

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