Mini-Camper – Praxistest auf erster großer Tour

Corona zum Trotze, eeeendlich, ja endlich habe ich es geschafft, mit meinem Caddy die erste, längere Tour zu unternehmen. Der „Maiden Run“ sozusagen. Es ging zunächst in den Schwäbisch-Fränkischen Wald bei Backnang, dann nach Vsar in Kroatien auf den C-Platz „Orsera“, in Italien nach Venedig auf den C- Platz „Miramare“ auf dem Lido di Jesolo, an den Lago di Movena nördlich des Gardasees, zu Freunden nach Bregenz, zu einem spontanen Treffen mit anderen HDK-Enthusiasten bei Göttingen und zum Abschluss werde ich noch Sohn und Familie in Königswinter besuchen. Mein Mini-Camper hatte bisher also einiges zu leisten und über meine Erkenntnisse dazu schreibe ich hier.

Es geht also nicht um einen Reisebericht, sondern darum, wie verschiedene Komponenten des Ausbaus und der mitgeführten Ausstattung so funktioniert oder sich bewährt haben und wie ich sie z.T. bewerte.

Standheizung

Ich beginne mal mit dem teuersten Ausstattungsteil, der Standheizung. Die ersten Tage verbrachte ich im Schwäbisch-Fränkischen-Wald so auf 500 m Höhe. Da waren die Nächte schon recht kühl.
Für einen Vergleich habe ich die ersten Nächte bewußt auf den Einsatz meiner Autoterm-STH verzichtet. Dann nutze ich sie und muss sagen, ein wirklicher Komfortsprung! Freiwillig drauf verzichten würde ich jetzt nicht mehr.
Morgens streckte ich den Arm zum Bedienteil am „Schwanenhals“ aus. 15 Min. volle Pulle und dann auf kleinster Stufe bis zum Aufstehen. Bei angenehmer Temperatur waren dann die Fenster frei und das leicht Klamme im Fahrzeug (ich schlafe gern kühl) war verschwunden. Abends heizte ich auch nochmal bis die Hütte schön muckelig war. Über den „Schwanenhals“ bin ich echt froh. Seeeehr bequem von allen möglichen Plätzen im Caddy nutzbar. Bei diesem „Aufwärmen“ morgens und abends waren übrigens immer die vorderen Seitenfenster und die Heckklappe ein Stück geöffnet. Das sah ich als unproblematisch, da ich ja nicht durchheizen wollte.
Bei dieser Art der Nutzung ist der Dieselverbrauch der Heizung kaum wahrnehmbar, ebenso der Stromverbrauch.
Überhaupt, wahrnehmbar. Im Normalbetrieb hörte ich ein leises Rauschen, volle Pulle ein vernehmbares. Mancher Kühlschrank läuft erheblich lauter. Ich könnte jedenfalls mit dem Ding auch im Dauerbetrieb schlafen. Das bewirkt auch der eingebaute Warmluftschalldämpfer. Unbedingt zu empfehlen!
Sollte ich sie im Dauerbetrieb nutzen, dann nicht im Thermostatbetrieb. Ich würde sie auf kleinster Stufe im Dauerbetrieb laufen lassen. Der Dieselverbrauch ist gering, der Stromverbrauch wohl auch deutlich geringer und der Geräuschpegel ließe mich gut schlummern.
Bei gleichzeitiger Nutzung des Shelters muss dieses wegen der Abgase dieses zur Seite geschoben und die Heckklappe ganz geschlossen sein. Heute würde ich nicht mehr die Abgasöffnung nach hinten zeigend sondern zur Seite zeigend einbauen lassen.

Schlafen

Schlafen geht trotz der dünnen Schaumpolster wirklich gut. Die Ratschläge hier, welchen Schaum und vor allem mit welcher Stauchhärte man nehmen sollte, waren absolut hilfreich. Meine Hüftknochen haben es gedankt! Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Auf den Polstern schläft es sich ungefähr, wie auf einem Futon, allerdings einen Tick weicher.
Was ich festgestellt habe ist jedoch, dass mein Schlaf merklich schlechter wird, wenn die Bettfläche nicht ausreichend in der Waagerechten ausgerichtet ist. Abhilfe werden hier künftig Auffahrkeile und eine Wasserwaagen-App auf Smartphone und Tablet schaffen.
Ich habe auch festgestellt, dass ich auf C-Plätzen das Bett grundsätzlich aufgebaut lasse. Bei meinem Ausbau einfach das Sinnvollste. Nur bei sehr schlechtem Wetter und ohne aufgebautes Tarp könnte es mal anders sein.
Bei aufgebautem Bett sind allerdings Besteckschublade und Topfschrank nicht mehr einfach erreichbar. Die gebräuchlichsten Sachen und auch meist verwendete Lebensmittel nehme ich mir daher vorher geraus. Hier ist ein wenig Vorraussicht erforderlich.
Um zusätzlich trotzdem noch leichter zumindest an die Besteckschublade zu kommen, werde ich die Deckelplatte der Frontkiste etwas modifizieren.

Küchenausstattung

Kocher
Der Camping-Gaz Kocher hat sich gut bewährt und funktioniert zuverlässig. Der Butangasanteil im Kartuschengas sorgt jedoch für einen lästigen Effekt. Wenn ich einige Zeit mit Vollgas koche, wird die Kartusche fühlbar kalt und der Gasdruck in ihr sinkt merklich. Die Brennerflamme wird klein. Da hilft nur eins: Immer eine Wechselkartusche zur Hand haben! Der Tausch geht dann in Sekundenschnelle.
Hin und wieder rastet der „Lock“hebel für die Kartusche nicht oder löst sich. Für den Fall habe ich ein kleines Plastikteilchen mit einer Schnur am Kocher befestigt, mit dem ich den Hebel arretieren kann. Simpel und funktioniert bestens.
Inzwischen hat der Kocher sympathische Gebrauchsspuren. Allerdings stört mich ein wenig, dass er sich nur relativ umständlich reinigen lässt. Bei etlichen ähnlichen Kochern funktioniert das besser, da sich bei ihnen das Topfkreuz abnehmen lässt.

Töpfe
Die verschiedenen Trangia-Töpfe und der Wasserkessel haben sich bestens bewährt und sparen wohl sicher einiges an Gas. Den Milchtopf werde ich ausrangieren. Ich brauche ihnschlicht nicht. Statt dessen werde ich zwei ineinander passende große und zwei kleine Trangiatöpfe (gleichzeitig Eßnapf) mitnehmen. Je ein HA (Hart Anodisiert) und ein beschichteter. Trangia-Töpfe kann ich absolut empfehlen!

Vor Jahren hatte ich durch puren Zufall mal das Glück, das Trangia-Werk zu besichtigen und habe damals auch einen kleinen Bericht mit etlichen Fotos darüber geschrieben. Wer also wissen möchte wo und wie seine Kochdosen hergestellt werden, kann ja hier mal schauen.

Kaffee
Ich bin eine Kaffee-Jule. Auf der Tour habe ich meinen Kaffee immer gefiltert. Der war auch durchaus gut. Doch das Bessere ist …
Kurz, für noch mehr Genuss kommt demnächst eine mittlere Bialetti für 3 Tassen. Auf Filtern werde ich künftig verzichten. Halt der kleine Luxus zwischendurch, der mal sein muss.

Kochen

Dank des Shelters und des meist guten Wetters habe ich immer unter der Heckklappe gekocht. Das funktionierte bestens.
Allerdings werde ich zwei Dinge ergänzen:
Erstens werde ich für die gebräuchlichsten Lebensmittel und Küchenwerkzeuge künftig eine Eurobox für den schnellen Zugriff nutzen. Sie wird am Heck zwischen Küchenblock und Sitzkiste unter dem Bett stehen (siehe auch oben, „Schlafen“).
Zweitens habe ich künftig ein Stück PVC-Planenstoff dabei, das beim Kochen über das Fußende des Bettes gelegt wird. Kleine Sauereien auf dem Spannbettlaken vom Kochen werden so vermieden und ich habe eine prima Fläche zum wirtschaften.
Messer, Besteck und kleine Werkzeuge für den täglichen Bedarf haben inzwischen im Messbecher in der Seitenablage ihren Platz gefunden, größere Sachen wie Kochlöffel, Kelle etc. im Utensilo über der Kochmulde. Diverse Tütchen und Tuben im Korb über dem Küchenblock. Diese Dinge sind so auch bei aufgeklappten Bett immer schnell griffbereit.

Kompressor-Kühlbox

In der Tageshitze Kroatiens und auch sonst hat sich die Kompressor-Kühlbox als wahrer Segen herausgestellt. Vorbei die Zeiten der von-der-Hand-in-den-Mund Verpflegung mit frischen oder verderblichen Sachen!
Doch die Preise für z.B. meine wirklich tolle Dometic CDF26 sind mittlerweile durch die Decke geschossen. Bekam ich sie 2020 noch ohne große Sucherei für deutlich unter 400 €, so sind derzeit (09.2021) satt über 500 € fällig! Da wird manch einer dann doch nachdenklich.
Meine Box läuft auf Tour durchgehend mit 6°C. Sie kühlte in Kroatien auch bei Tageshöchsttemperaturen bis 30° C zuverlässig. Der Stromverbrauch war dabei erstaunlich niedrig. Mit der Zeit sammelt sich am Boden etwas Kondenswasser. Nach 3 Wochen habe ich einfach den Korb heraus genommen und es mit einem Schwamm entfernt.
Mein Fazit bis jetzt: Für lange Touren, insbesondere in den Süden, lohnt die nicht geringe Investition in eine Kompressorkühlbox.
Sie steht übrigens direkt neben dem Kopfende des Bettes und ist im Bertrieb so leise, dass ich problemlos schlafen kann.

Shelter

Meine letzten großen Ausstattungsprojekte waren ja Tarp und Shelter für die Heckklappe. Beide funktionieren bis jetzt bestens wie geplant und erhofft. Sie steigern den Nutzwert meines per se ja beengten Mini-Campers enorm.
Insbesondere das Shelter fand ich von Tag zu Tag immer nützlicher. Schon bei einem zweitägigen Aufenthalt werde ich es auch künftig aufbauen, so möglich und sinnvoll.
Im Gebrauch hat sich gezeigt, dass der seitliche Zugang von der Beifahrerseite einfach der günstigste ist. Dafür ziehe ich nur den RV an dieser Seite hoch . Das Seitenteil hängt dann wie eine Art Vorhang lose herunter und dient als bequemer Eingang mit Sichtschutz. Will ich den Eingang offen halten, pappe ich das Seitenteil einfach mit einen Neodym an die Karosse.
Besonders toll finde ich aber, dass ich die Heckklappe jederzeit bei Ausflügen oder weil es nachts einfach zu kalt wird ganz einfach schließen kann. RVs schließen, ggf. Airlock einsetzen, Klappe sanft! zufallen lassen, fertig. Zum Wiederaufbau einfach Klappe öffnen, fertig! Das hat sich bisher als äußerst praktisch erwiesen. Ich weiß nicht, ob das bei kommerziellen Heckzelten auch so möglich ist.
Was ich bisher noch nicht testen konnte ist, wie sich Tarp und Shelter bei heftigem Wind verhalten. Schaun mer also mal.
In Kroatien wurde das Teil von meinen Begleiterinnen auch als Umkleide sehr geschätzt. Und je länger ich es nutzte, um so mehr begeisterte es mich. Darunter kochen kein Problem. Nur falls etwas spritzendes gebraten wird sollte ein Windschutz die Seitenwand vor Fettsprenkel schützen. Auch als Abstellraum ist es nutzbar und immer, bevor ich nach Venedig rüber fuhr oder auch im Gebirge mit den kalten Nächten – einfach Klappe zu! Das alles habe ich inzwischen wirklich schätzen gelernt.
Vielleicht werde ich über dem Kochplatz in das Seitenteil noch Fenster einnähen. Den Blick nach außen beim Kochen fände ich sehr angenehm. Fensterfolie habe ich noch in meinem Fundus. Schaun mer mal …
Zusammengefasst: Nie mehr ohne!

Tarp

Das Teil spendet gut Schatten wie es soll und funzt nach wie vor bestens. Allerdings hatte meine Begleiterin Claudi an einer meiner Aufstellstangen auch ihr Tarp befestigt und dann kräftig gespannt. Dabei haben wohl erhebliche Kräfte auf das Rohr hinter der Dachreling gewirkt und ein Segment brach. Bemerkt habe ich das allerdings erst beim Abbau. Da ich jedoch noch ein extra Verbindungsstück hatte, konnte ich das Tarp auch weiter problemlos nutzen. Wer also auch für derartiges gerüstet sein will, der sollte stärker dimensionierte Rohre verwenden. Ich bleibe allerdings bei meinen.

Bei Wind spanne ich die Aufstellstangen mit jeweils zwei Leinen ab. Das ist dann schon sehr sicher.
Bei der Abspannung als Markise hängt die Flächenmitte naturgemäß etwas durch. Bei Regen bildet sich hier auch gern eine Wasserpfütze. Sollte ich mir noch mal ein Tarp nähen, bekommt es einen Catenary-Cut, kurz Cat-Cut oder auch Kettenlinie an der Frontkante und den Seitenkanten. Damit würde ich das leichte Durchhängen beim Aufbau als Markise spürbar veringern.
Bei Regen kann man eine Stütze unterklemmen. Allerdings wird dann auch Wasser zum Fahrzeug geführt und kann dort bei der Schiebetür herunter tropfen.
Besser wirkt auch die Abspannung, bei der das vordere Drittel abgeknickt ist. So sammelt sich deutlich weniger Wasser. Bei Regen kurz umbauen lohnt sich durchaus. Bei meinem Tarp sind an den Seitenkanten entsprechende Schlaufen bereits angenäht.

Stromversorgung

Bei mir laufen auf Tour ständig die Dometic-Box und mein Mobil-Router. Täglich lade ich zudem irgendwelche Geräte und abends brennt auch schon mal längere Zeit Licht. Auch die STH hängt temporär an der 100 Ah LiFePo4 Batterie.
Bei Sonnenschein gleicht die Ladung durch mein 100W-Solar-Panel auf dem Dach den Verbrauch im Normalfall locker aus. Bei starker Einstrahlung sogar mit Überschuss, je nach Abschattung und/oder Bewölkung kann allerdings ein Verbrauch von 5 bis 10 % Akkukapazität zu Buche schlagen. Dies sind einfache Beobachtungen während der Tour. Zu detaillierten Messungen hatte und habe ich keine Lust.
Bei einem Solarpanel meiner Montageart macht es Sinn, einmal die Woche zu schauen, wie weit die Verschmutzung fortgeschritten ist. Damit wieder voller Ladestrom fließen kann, wirken ein Eimer lauwarmes Wasser und ein Schwamm kleine Wunder.

Auch die Entscheidung, zunächst auf das Laden über die Lichtmaschine zu verzichten, scheint für meinen Bedarf zumindest erst einmal genau die richtige gewesen zu sein.
Und da ich keine 230 V-Geräte mitführe brauche ich auch keinen Wechselrichter.

Meine 100 Ah LiFePo4 Batterie zusammen mit dem Solarpanel funzen wie erwartet und erhofft: Rundum sorglos!
Das heißt zu Beginn der Tour Solar anschalten und die ganze Zeit laufen lassen, hin und wieder den Ladezustand auf der App überprüfen. Wenn aufgrund schlechter Wetterbedingungen der Ladezustand wirklich mal sehr niedrig wird, zur Sicherheit mit Landstrom laden. Genau so wollte ich es!

Wasserversorgung

Da ich meist auf C-Plätzen übernachte, erledige ich alles, was mit Waschen oder Abwaschen zu tun hat in meiner geliebten Ortlieb-Faltschüssel und/oder den entsprechenden Räumlichkeiten des Platzes. Das Waschbecken im Caddy habe ich eigentlich nur, weil ich einen Wasserhahn habe. Und den habe ich nur, weil ich beim Kochen im Auto nicht mit irgendwelchen Kanistern herumpütschern möchte. Also ein Komfort-Ding.
Das Becken ist aber durchaus sehr nützlich für die Aufbewahrung von kleinem Küchenzeugs. Ich werde mir allerdings noch eine passende Abdeckung aus Holz bauen, die ich dann auch als Schneidbrett/Arbeitsfläche nutzen kann. Sonst wäre das Becken verschwendete Fläche.
Meine On-Board-Wasserversorgung nahm ich also zunächst noch nicht in Betrieb, denn Wasser war auf all meinen bisherigen Stellplätzen quasi immer nebenan. Warum also unnötig Mikroben züchten? Und für einen kleineren „Handvorrat“ habe ich sowieso einen Faltkanister dabei.
Auf dem C-Platz im Wiedtal wollte ich es aber dann doch wissen und habe den Wasserkanister befüllt. Hatte ich doch mit angesehen, wie meine Mitstreiter im Niemetal so herrlich bequem ihr Wasser aus ihren Hähnen zapften.
Beim Befüllen stellte sich heraus, dass dies mit Trichter und Schlauch am besten funktioniert. Ich kann jedoch den Schlauch dierekt an den Hahn des Faltkanisters anschließen. Dann braucht es jedoch hin und wieder des Druckausgleichs.

Windabweiser & Airlock

Als bekennender Frischluftfreund sind bei mir die vorderen Seitenscheiben unter den Windabweisern immer ein Stück geöffnet und die Heckklappe mit dem Airlock (nur, wenn kein STH-Betrieb zu erwarten ist!) ausgestellt. Beides ist äußerst sinnvolles Zubehör. Für einen derartigen Camper aus meiner Sicht eigentlich ein Muss, wenn man auf gute Belüftung Wert legt.

Mobilfunk-Router mit FeenetFUNK

Wo es Mobilfunkempfang gibt, da habe ich auch Internet. Auf oft schlechten und zuweilen auch bis zur Unverschämtheit teuren Zugang zum Web auf C-Plätzen bin ich nicht (mehr) angewiesen. Meine zwei Begleiterinnen in Kroatien nutzten auch fleißig mein WLAN, denn das des C-Platzes, der sonst sehr schön war, taugte zumindest an unserem Stellplatz nichts.
Für einen € täglich habe ich mit FreenetFUNK in D eine Telefon-Flatrate in alle Netze und eine echte Daten-Flatrate. Die ist im EU-Ausland auf 1 GB täglich! begrenzt. Telefon- Roaming gibt es dort leider (noch) nicht. Kein Problem, notfalls eben über IP. Abgesehen davon habe ich ja auch noch mein Smartphone. Für mich ist die Kombi Mobilrouter/FreenetFUNK die beste Lösung, auch für den Heimgebrauch.

1 GB Datenvolumen im Ausland täglich reichten dabei in Kroatien selbst für drei Nutzer eigentlich aus. Eigentlich!
Verträumt am Lago di Molvena sitzend wollte ich mal eben für Orux-Maps neue Karten bei OpenAndroMaps runterladen und vergaß dabei völlig das auch in Italien geltende 1 GB-Limit. Es flutscht halt so gut. Zack, lief alles nach kurzer Zeit nur noch in extremer Zeitlupe oder überhaupt nicht.
Zum Glück hatte ich auf meinem Phone genügend Datenvolumen und nutzt dies dann als Hotspot. Am nächsten Tag lief FreenetFUNK dann wieder in normaler Geschwindigkeit.

Stauraum

Da ich zu Beginn der Tour einen ganz normalen Besuch bei Freunden machte, führte ich meine Klamotten in einer Duffle-Tasche mit, die auf der Transporttasche des Dahon stand. Die Staufächer unter dem Dach waren leer und auch sonst hatte ich noch einiges an freiem Stauraum, trotz diverser Vorräte. Erstaunlich …
Das mit der Duffle-Tasche funktierte gut und hatte den großen Vorteil, stets alles Notwendige an Kleidung griffbereit und transportabel zu haben. Letzteres ist absolut von Vorteil, wenn man zwischendurch auch nicht im Camper nächtigt. Ich überlege, dies so bei zu behalten.

Gent’s only – die Pullerpulle

Bisher sah ich sie mehr als persönlichen Komfort. Dieser Blickwinkel hat sich jetzt ein wenig erweitert.
Sie ist auch ein Stück sozialer Rücksichtnahme auf Campingplätzen. Denn das Ratsch-Bumm zuballernder Schiebetüren zu stiller Nachtzeit ist nicht unbedingt dem Gemeinsinn der temporären Gemeinschaft eines Campingplatzes förderlich.
Ich nutze immer eine 1,5L Nalgene Cantene Faltflasche mit weitem Hals. Die funktioniert bestens und wird morgens diskret in der Toilette geleert und gespült. Also Männers, soweit noch nicht geschehen, gebt euch ’nen Ruck. Die anderen Campingplatzbewohner werden es euch danken.

Stauraum

Da ich zu Beginn der Tour einen ganz normalen Besuch machte, führe ich meine Klamotten in einer Duffle-Tasche mit, die auf Transporttasche des Dahon auf der Beifahrerseite stand. Die Staufächer unter dem Dach sind diesmal noch leer und auch sonst habe ich noch einiges an freiem Stauraum, trotz diverser Vorräte. Erstaunlich …

Allgemein

Trotz aller Knauserigkeit hatte ich immer noch zuviel Zeugs dabei. Ein zweiter Stuhl, Hocker, Satz Geschirr usw. sind für einen Mini-Camper für eine Person schlicht überflüssig. Dann funktionierte mein Tisch zwar, war aber zu niedrig. Auf langer Tour nicht angenehm. Heißt, ich habe schon superkritisch damit angefangen, alles in meiner Excel-Tabelle für die Ausstattung zu überprüfen und ggf. rauszukicken.

Soweit also zu meinen Erkenntnissen. Während der Tour spielten sich die Abläufe ein und viel Dinge fanden erst da ihren sinnhaften Platz. So sollten die Gewürze am nahesten am Kochplatz stehen. die am häufigsten gebraucht werden
Mein Fazit und meine Zufriedenheit mit meinem Mini-Camper insgesamt: Sehr positiv und seeehr zufrieden!



2 Antworten auf „Mini-Camper – Praxistest auf erster großer Tour“

  1. Danke Christiane,
    das von jemandem mit soviel Ahnung von der Materie, wie Du sie ganz ohne Zweifel hast, wiegt mindestens doppelt.

    Liebe Grüße an den Rhein – Hartmut

  2. Danke für den tollen Bericht! Die vielen Gedanken und Ideen sieht man deinem Camper an. Er ist klasse geworden!

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