„MT-Batwing“ für das MoTrail

Das Fußende des MoTrail kann von innen verschlossen werden und dies dürfte in den meisten Fällen vollkommen ausreichend sein. Die Bedienung von innen ist zudem recht komfortabel. Bei wirklich üblem Wetter mit heftigem Wind auf das Fußende, halte ich allerdings einen zusätzlichen Schutz für sinnvoll. Und beim Knobeln, wie ich denn diesen verwirklichen könnte, fiel mir das „Batwing“ von Ray Jardine wieder ein.

Perfekt – da passt auch noch das Batwing drauf

Ich wollte nämlich etwas sehr leichtes, einfach und schnell zu montierendes und vor allem etwas, dass möglichst keine Umbauten am Zelt erforderlich macht. Genau das leistet das „MT-Batwing“. Da ich die schon vorhandenen Möglichkeiten des Zeltes nutzte, kam ich ohne irgendwelche Modifikationen am Zelt aus.

Das Schnittmuster des „MT-Batwing“ mit allen erforderlichen Angaben
Das Batwing sitzt noch nicht so richtig. Daher sind noch kleinere Justierungsarbeiten erforderlich
Bei Sturm und Regen wäre es zwar jetzt schon richtig dicht – trotzdem müssen die Falten noch weg

Die Anfertigung ist simpel. Zunächst die Maße am aufgebauten Zelt abnehmen. Das abgebildete Schnittmuster habe ich verwendet. Eswar noch nicht ganz optimal.
Für eine bessere Windschlüpfrigkeit soll es in der Mitte ca. 70 cm von der Aufstellstange gemessen spitz vorstehen.

Das MT-Batwing besteht aus zwei Teilen, die als erstes in der Mitte mit einer doppelten Kappnaht verbunden werden. Dieses Schnittmuster spart Material und die stabile Mittelnaht sorgt für einen möglichst einwandfreien Sitz. Dieser wird noch durch einen leichten Catenary-Cut von 1 cm Tiefe an den unteren Seiten und der Naht zusätzlich verbessert.
Das Material ist Silnylon.

Der Verstärkungspatch für die Öse
Ein idealer Befestigungspunkt
Die Patches werden vorbereitet
Die seitliche Befestigung mit der Überlappung. Für deren besseren Sitz werden hier noch Fixiermöglichkeiten aus Klettband angenäht

Vor dem Säumen werden besonders belastete Stellen mit Patches aus einer Lage Silnylon verstärkt. Die klebe ich bei silikonisierten Stoffen immer mit Elastosil auf. Nähen geht auch, ist aber m.E. unvorteilhafter. Dort, wo die 10 mm Öse eingeschlagen wird, nähe ich einen speziellen Patch aus breitem Gurtband auf. Die Wahrscheinlichkeit eines späteren Ausreißens der Öse sinkt damit erheblich. Alle Patches sind auf links angebracht, also unter dem MT-Batwing.
Dann wird ringsum alles mit ca. 1 cm gesäumt. Die unteren Seitenecken und die Spitze erhalten dann Schlaufen mit LineLocs, die zwei Ecken an den Unterkanten einfache Schlaufen aus 15 mm Gurtband. Die LineLocs werden jeweils mit einem ca. 30 cm langen Stück Zeltleine versehen, in die zwei Schlaufen kommt provisorisch ein doppelter Ring aus 2 mm Rundgummi. Dieser wird dann beim ersten Aufbau so angepasst, dass er unter Spannung steht.

Die Montage erfolgt einfach über den hinteren Spannleinen des MoTrail was auch die besondere Form des Teils erforderlich macht. Sonst hätte eine Art einfacher „Salinoform“ genügt. Zunächst also das MT-Batwing mit der Öse über dem Stangenende einhängen, dann die Seitenecken an den entsprechenden Häringen befestigen, ebenso die Spitze. Dann zunächst die Spitze spannen, darauf die Seiten. Zuletzt werden die Gummiringe über die hinteren Häringe für die Spannleinen des Zeltes gezogen – fertig! Beim Aufbau müssen ggf. die Häringe versetzt werden bis ein möglichst einwandfreier Sitz  erreicht ist.

Klettband zur Fixierung der Überlappung. Geöffnet …
… und geschlossen

Winzig verpackt wiegt es gerade einmal 104 g.
Da es für Ausnahmesituationen gedacht ist, macht es mir nichts aus, dass es von außen aufgebaut werden muss.

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